Preisentwicklungen in Leipzig

Der Wohnungsmarkt in Leipzig

Über Leipzig spricht man gerne. Leipzig war schon immer eine spannende und pulsierende Stadt und bleibt ständig im Fokus. Sie ist schon seit Jahrhunderten ein Schauplatz der Geschichte, der Musik- und Kulturszene, machte sich schon früh als Handels- und Messestadt einen Namen und auch im Wirtschafts- und Wissenschaftsbereich spielt Leipzig immer wieder eine große Rolle. Leipzig erfährt seit ihrer Gründung vor 1000 Jahren Höhen und Tiefen und das spiegelt sich natürlich im Wohnungsmarkt wieder.

Seit 2010 wächst Leipzig stetig. Sie ist mit 543.244 Einwohnern die einwohnerstärkste Stadt Sachsens, und die elftgrößte Stadt Deutschlands, sowie die am schnellsten wachsende Großstadt der Bundesrepublik. Die Zeitung „Die Welt“ prognostiziert Leipzig eine rosige Zukunft. Die Gründe liegen im hohen Bevölkerungswachstum und der hohen Geburtenrate, an günstige Mieten für junge Leute, und immer mehr neuen Jobs. Niedrige Steuern, ein funktionierender Flughafen und nicht zuletzt die vielen Sonnenstunden in dieser Stadt sind weitere Pluspunkte.

Der Monitoringbericht Wohnen der Stadt Leipzig bestätigt, dass 2014 die Einwohnerzahl das vierte Jahr in Folge in einer Größenordnung von 9.000 bis 12.500 Einwohner zugenommen hat. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den Jahren bis 2010 und übertrifft alle Prognosen der Bevölkerungsentwicklung deutlich. In ihrem Bericht steht:

„Nach Recherche aktueller und in den kommenden Jahren geplanter Wohnungsbauvorhaben in Neubau und durch Umnutzung, ergeben allein Vorhaben mit mind. 50 Wohnungen in den nächsten Jahren bereits 7.000 neue Wohnungen. Zudem werden leerstehende Altbauten durch umfassende Sanierungen reaktiviert. Die Zahl jährlich reaktivierter Wohnungen beträgt ca.1.500 Wohnungen.“ Unter Berücksichtigung verschiedener Gebäude- und Wohnungszählungen kann nur geschätzt werden, dass sich der Leerstand von 39.500 auf ca. 22.000 reduziert hat. Die Nettokaltmiete im Bestand (kommunale Bürgerumfrage) ist seit 2009 um etwa 8 % gestiegen und betrug 2014 im Mittel 5,38 €/m. Das Handelsblatt schreibt: „Eigentumswohnungen kosten im Durchschnitt 1 605 Euro pro Quadratmeter, Einfamilienhäuser 1 680 Euro pro Quadratmeter. Damit zählt die sächsische Messe- und Universitätsstadt in allen drei Kategorien zu den günstigsten der 15 Kommunen, die vdp Research für die Trendviertel-Serie untersucht hat.

Angezogen werden auch Immobilienanleger: „Für Investoren ist Leipzig attraktiv, weil die Stadt noch Aufholpotenzial hat“, sagt Markus Schmidt, Research-Chef beim Maklerunternehmen Aengevelt. Die Preise und Mieten werden weiter steigen. Denn das Neubauvolumen reiche nicht aus, um mit der wachsenden Nachfrage Schritt zu halten. Hinzu kommt laut Aengevelt-Experte, dass vermehrt gut bezahlte Arbeitsplätze in der Automobilindustrie entstehen. Karsten Jungk von der Beratungsgesellschaft Wüest Partner erwartet allerdings, dass sich das Mietpreiswachstum erst in etwa drei bis fünf Jahren beschleunigen wird. „Dann wird der Leerstand abgebaut sein.“

Quellen:
Die Welt: Faktencheck 26.05.15
„Warum Leipzig den Rest der Bundesrepublik abhängt“
Wikipedia: Leipzig